Instant Messaging

„Aoo!” Wer hat diesen Ton noch nie gehört. Oder das Nebelhorn beim Programmstart eines der bekanntesten Instant Messaging Programme, nämlich ICQ. Inzwischen gibt es dutzende von ähnlich gelagerten Programmen und wer einen großen Freundeskreis hat, wird Probleme haben, die Kontaktlisten aller Programme im Blick zu halten.

Inzwischen kann man auch auf sozialen Netzwerken wie studiVZ oder Facebook mit seinen Freunden direkt über integrierte Chat-Fenster plaudern und muss überhaupt keine Extrasoftware mehr installieren. Zusätzliche Applikationen sorgen zudem dafür, dass die Dienste auch von mobilen Geräten wie Smartphones genutzt werden können.

Vor den aktuellen Smartphones gab und gibt es speziell auf Instant Messaging ausgelegte Handys, wie bspw. das Sidekick. Diese Handys bieten eine vollständige Tastatur und eine speziell zugeschnittene Software. In Deutschland konnten sich die Geräte nicht durchsetzen, was vor allem an der mangelden Verbreitung von Internetflatrates fürs Handy lag.

Doch angefangen haben die Instant Messages schon in den 1970er Jahren. Das Programm talk.talk ermöglichte es (einer damals vergleichsweise kleinen Gruppe) Systemadministratoren, Wissenschaftler und Studenten in Echtzeit Nachrichten auszutauschen. Allerdings konnte man nicht, wie bei heutigen Messenger, die Nachricht ausschreiben und dann abschicken. Die Buchstaben wurden in Echtzeit übertragen und wenn man sich verschrieb konnte das Gegenüber live die Korrektur des Satzes verfolgen.

Der Begriff der „Intsant Message” lässt sich übrigens in die 1960er Jahre zurück verfolgen und wurde von dem Science-Fiction Autor Paul A. Linebarger geprägt. Bei ihm waren Instant Messages jedoch interstellare Direktnachrichten und im Gegensatz zum heutigen Messaging nicht kostenlos, sondern richtiggehender Luxus.