Fernsehen der DDR

Bereits im Jahr 1952 wurde der „Deutsche Fernsehfunk“ als Sender der DDR gegründet. Als ersten Sendetag suchte man sich den 74. Geburtstag des sowjetischen Führers Josef Stalin aus. Zunächst war das Programm lediglich für rund 60 Haushalte im Osten Berlins zu empfangen. Das Programm bestand zunächst hauptsächlich aus einer Nachrichtensendung, welche die Zuschauer über Geschehnisse aus der ganzen Welt informierte.

Der Name „Deutscher Fernsehfunk“ wurde gewählt, weil der Sender Fernsehen für ganz Deutschland machen wollte. Im Jahr 1972 fiel der Entschluss, den Sender in „Fernsehen der DDR“ umzubenennen. Die immer größer werdenden Aufstände im eigenen Land machten eine stärker werdende Abgrenzung vom kapitalistischen Westen notwendig.
Wegen der großen Nachfrage vergrößerte das ZK der SED aber schnell die Sendereichweite. 1956 konnte das Programm in ganz Ost-Berlin empfangen werden.

Polit-Propaganda und Unterhaltung
Informiert wurden die Bürger der DDR von der Nachrichtensendung „Aktuelle Kamera“. Themen waren hier die aktuellen Ereignisse in den sozialistischen Bruderstaaten und im kapitalistischen Ausland. Unabhängiger Journalismus stand bei dem Magazin jedoch nicht auf der Tagesordnung. Vielmehr vermittelte die „Aktuelle Kamera“ die Weltsicht der SED Parteiführung.
Auch andere politische Informationsmagazine gingen über den Sender. Diese waren allerdings auch nicht neutraler.

Die beliebteste Unterhaltungssendung für Kinder war das auch im Westen bekannten „Sandmännchen“. Die Sendung hatte im Osten so großen Erfolg, dass es bald eine Kopie von ihr im Westfernsehen gab. Diese war jedoch nie so erfolgreich und nach der Wiedervereinigung eroberte das Ost-Sandmännchen auch die westlichen Fernsehanstalten.
Die Erwachsenen wurden mit Filmen wie „Paul und Paula“ und Shows wie „Showkolade“ unterhalten. In letzterer feierte der bekannte Kabarettist Wolfgang Stumph seinen ersten Auftritte im Fernsehen.

Musiksendungen wie „Schlagerstudio“ und „Alles singt“ brachten die heimische Musik in die Wohnzimmer.