Die Eigenarten der Chinchillas

Erst kurz vor der Jahrtausendwende sind die Chinchillas in der Beletage der Haustiere eingezogen. Warum dies so lange gedauert hat? Zum einen dürfte dies daran liegen, dass diese Tiere ursprünglich in Südamerika beheimatet sind. Sie werden zwar schon seit langem auf Farmen gezüchtet, jedoch geschah dies früher vorrangig zum Zwecke der Pelzgewinnung.

Nach und nach freundeten sich aber immer mehr Nagetierfreunde mit dem mausähnlichen Chinchilla als Haustier an. Vor allem bei berufstätigen Menschen stieg die Beliebtheit rasch an. Die südamerikanischen Nager sind nämlich nachtaktiv und so schlafen Sie schön, während der Besitzer arbeiten ist. Abends sind sie dann sehr aktiv und bereit mit Ihrem Herrchen oder Frauchen zu spielen.

Chinchillas sind sehr sportliche Tiere, sobald sie eine menschliche Silhouette wahrnehmen versuchen Sie sofort seine Aufmerksamkeit zu erregen, indem Sie kleine artistische Kunststücke in Form von Sprüngen aufführen, damit man mit Ihnen spielt. Deswegen sollte der Käfig oder die Voliere des Nagers schön geräumig sein und möglichst über mehrere Etagen gehen, damit das Tier reichlich Bewegung bekommt.

Was Sie auf jeden Fall bei der Haltung beachten sollten, ist der Lärm in der Wohnung. Tagsüber sollte man, wenn man den zuhause ist, versuchen den  normalen Geräuschpegel für die Chinchillas zu dämpfen, da diese recht schnell in Stress verfallen. Man sollte auch immer mindestens zwei Tiere halten, da die kleinen Nager alleine schnell in Lethargie verfallen und eingehen.

Abschließend sei noch zu sagen, dass Chinchillas nicht so handzahm wie ihre direkten Verwandten, die Meerschweinchen, werden, aber trotzdem gestreichelt werden können. Nur lange auf der Hand halten sollte man sie nicht, denn das quittieren sie mit einem Zittern und dem Verlieren des Fells, daher sind sie weniger als Haustiere für Kinder geeignet oder wenn erst für ältere.

Bild: Leptictidium | CC-BY-SA 3.0