Filme über die DDR (2): Goodbye, Lenin!

Einer der bekanntesten Filme über die DDR dürfte mit Sicherheit Goodbye, Lenin! von Wolfgang Becker sein. In der Tragikomödie werden die Hauptrollen von Daniel Brühl als Alexander Kerner und Katrin Saß als Christiane Kerne besetzt. Die Ausgangstory an sich ist denkbar einfach, Katrin Saß spielt die Mutter von Daniel Brühl, die sieht, wie ihr Sohn bei einer Demonstration im Jahre 1989 festgenommen wird. Durch den Schock fällt sie nach einem Herzinfarkt ins Koma.

Doch spulen wir erst einmal ein bisschen zurück, nämlich 11 Jahre früher. 1978 floh nämlich der Mann von Saß’ Christiane Kerner in den Westen und ließ vermeintlich seine Frau mit den beiden Kindern (Alexanders Schwester Ariane wird von Maria Simon gespielt) in der DDR zurück. Um Repressalien für die Familie zu vermeiden, engagiert sich Christiane für den Sozialismus und findet so viel gefallen daran, dass sie an dem folgenschweren Tag 1989 einen Preis entgegen nehmen soll und auf dem Weg dahin, die oben beschriebenen Geschehnisse ablaufen.

Christiane wacht schließlich ein gutes Jahr später, im Juni 1990, aus dem Koma wieder auf. Nun geht die eigentliche Story erst richtig los, denn der behandelnde Arzt legt fest, dass sie absolut keine Aufregung haben darf. Ein kleiner Schock könnte nämlich direkt zum nächsten Herzinfarkt führen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn von der alten DDR ist nicht mehr viel zu sehen, vor dem Fenster der Wohnung prangt nun ein Coca-Cola Plakat.

Und so bemüht sich Alexander nach Kräften den Eindruck zu erwecken, dass die DDR immer noch existiert, was zum Teil zu sehr skurrilen, aber auch wehmütigen Szenen führt. Mehr sei an dieser Stelle auch nicht verraten, den Film sollte man ganz unbehelligt sehen. Klare Empfehlung von dieser Seite!