Ministerin Schavan bekam chinesische Ehrendoktorwürde verliehen

Bundesministerin Annette Schavan (hier 2008 bei einer Konferenz)

Am 2. Juni wurde das “Deutsche-Chinesische Jahr der Wissenschaft und Bildung” festlich beendet. Der chinesische Bildungsminister Wan Gang und sein deutsches Pendant, Dr. Annette Schavan, nahmen an der Zeremonie teil. Die Bildungsministerin zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit deutscher und chinesischer Wissenschaftler. Vor allen Dingen im Bereich der regenerativen Energien und der Klimaforschung im Allgemeinen seien große Fortschritte erzielt worden. Zugleich hoffte sie darauf, dass dieses spezielle Jahr der fruchtbaren Zusammenarbeit deutscher und chinesischer Hochschulen eine weitere Initialzündung verleiht. Die promovierte Philosophin darf nun einen weiteren Doktortitel führen, die Tongji-Universität zeichnete die deutsche Ministerin mit der Ehrendoktorwürde aus.

Natürlich durfte auch ein Abstecher zur Expo nicht fehlen, nicht nur die Bildungsministerin und ihr chinesischer Amtskollege, sondern die komplette Delegation besuchten die Weltausstellung in Shanghai. Dabei standen natürlich besonders der deutsche Paviloon “Balancity” im Mittelpunkt. Mit der Symbiose aus den Worten “Balance” und “City” wurden in verschiedenen Räumen Konzepte für bessere Städte und besseres Leben vorgestellt. Das deutsch-chinesische Haus war vor allem aus architektonischer Sicht ein erfreulicher Besuch für die Ministerin. Die selbsttragende zweigeschössige Konstruktion wurde von Bambusstäben gehalten und für ein nachhaltiges Bauen werben.

Das “Deutsche-Chinesische Wissenschaftsjahr” war zwar nicht das erste Wissenschaftsjahr, welches das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausrichtete, aber definitiv eines der erfolgreichsten. Sowohl in Deutschland als auch in China gab es zahlreiche Veranstaltungen und Workshops, knapp 150 lassen sich zählen. Zudem tauschten sich Delegationen beider Länder ständig aus und auch an deutschen Hochschulen warb man für eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaften, sei es nun die Klimaforschung oder Infektionskrankheiten. Aus diesem Grund führten fast 50 Hochschulen in Deutschland so genannte China-Wochen im Sommersemester 2010 durch. Der Tenor nach diesen Wochen war einhellig, die Hochschulrektorenkonferenz und die Studenten waren sehr angetan und die deutsch-chinesischen Forschungskooperationen scheinen erst am Anfang zu stehen.

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