Deutsch-Chinesische Hochschulkooperation fördern

Im Sommersemester 2010 fanden die so genannten China-Wochen oder -Tage an deutschen Hochschulen statt. Fast 50 Hochschulen beteiligten sich an diesem Projekt. Unter dem Motto “Zusammen auf dem Weg des Wissens“ informierten die chinesischen Wochen über Studenten- und Forschungsaufenthalte in China und über partnerschaftliche Forschungsprojekte mit China. Nebenbei förderten dieses Projekt auch die Integration von Chinesen, die in Deutschland studieren oder forschen. Initiiert worden war die Aktion im Rahmen des “Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung”.

Denn China ist der wichtigste Kooperationsstart der Hochschulen in Asien. Mittlerweile werden sogar sehr viele internationale Doppelabschlüsse angeboten, welche sowohl in Deutschland wie auch in China gleichermaßen anerkannt sind. Viele Studienfächer wurden aufeinander zugeschnitten, damit ein Studentenaustausch ohne Probleme möglich ist. Die China-Wochen sollen deutschen Studenten einen Anreiz geben, das Reich der Mitte zu erkunden, da die Zahl der chinesischen Studenten, die nach Deutschland kommen, wesentlich höher ist.

Ein Austausch zwischen den Nationen ist vor allem in der Forschung wichtig. Ganz besonders macht sich diese Wichtigkeit in der Erforschung von Krankheitserregern bemerkbar. Infektionskrankheiten kennen schließlich keine Landesgrenzen. Pandemien nehmen in den letzten Jahren immer mehr zu. Ein Grund liegt in der heutigen Mobilität, wodurch Krankheiten wesentlich weiter und schneller verbreitet werden können. Aber auch Massentierhaltungen sind für die Zunahme der Pandemien verantwortlich. Durch die Massentierhaltung entstehen immer mehr Zoonosen. Dies sind Krankheiten, die vom Tier zum Menschen übertragen werden oder umgekehrt. Zahlreiche Pandemien bestimmten in den letzten Jahren die Schlagzeilen in der Presse. Schweinegrippe, Vogelgrippe, Ebola und AIDS sind nur einige davon. Insgesamt gibt es über 200 Krankheitserreger. Die Anzahl nimmt von Jahr zu Jahr zu. Infektionskrankheiten können nur eingedämmt werden, wenn sich die Länder der Welt gegenseitig bei Bekämpfung der Infektionskrankheiten unterstützen. Nur durch einen Wissensaustausch können geeignete Mittel zur Bekämpfung gefunden werden.