Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten

Zoonosen ist ein niedliches Wort, hinter dem sich aber eine gefährliche Bedeutung verbirgt. Zoonosen sind nämlich vom Menschen zum Tier und vom Tier zum Menschen übertragbare Krankheiten. Zoonosen führten in den letzten Jahren immer wieder zu furchterregenden Wellen von Schlagzeilen. Schweinegrippe, Vogelgrippe, Spanische Grippe, Ebola und AIDS sind nur einige, die in der Presse für ein beträchtliches Aufsehen sorgen. Aufgrund der extremen Massenhaltung von Schlachttieren nehmen diese Infektionskrankheiten immer mehr zu. Insgesamt sind zurzeit über 200 Zoonose-Krankheitserreger bekannt. Die Zahl neuer Arten wächst von Jahr zu Jahr.

Infektionskrankheiten breiten sich immer schneller weltweit aus. Vor allem der Flugverkehr sorgt dafür, dass eine Infektion sehr schnell verbreitet werden kann. Grade deswegen müssen sich die verschiedenen Nationen gegenseitig bei der Bekämpfung von Krankheitserregern unterstützen. Um mit den besten wissenschaftlichen Ausrottungsmethoden gegen Viren und anderen Krankheitserregern kämpfen zu können, ist ein Wissensaustausch zwischen den Forscher auf der ganzen Welt nötig. Das Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung hat dazu beigetragen dass die Kooperation zwischen den Zoonose-Forschern in Deutschland und China ausgebaut wird.

Das dürfte auch im Sinne der World Health Organisation sein, die immer mehr mit den Zoonosen Probleme bekommt. Allerdings wird durch die rasche Verbreitung der Erreger manchmal auch mehr Panik verbreitet, als notwendig war. Gerade am Fall der Schweinegrippe konnte man sehen, dass Misinformation noch weit verbreitet ist. Eine enge Zusammenarbeit der Forscher kann dieses Problem vielleicht lösen.